Wir ziehen den Hut! – 100 Jahre Frauenwahlrecht

Statements

Ilse Aigner, MdL

Präsidentin des Bayerischen Landtags

Es ist viel erreicht worden seit dem 12. Januar 1919, als Frauen in Bayern erstmals an die Wahlurnen durften. Heute hat Deutschland eine Bundeskanzlerin, zwei der drei Regierungsparteien werden von Frauen geführt. Aber es ist noch viel zu tun: Im Bayerischen Landtag stellen Frauen gerade einmal 26, 8 Prozent der Abgeordneten. Im Bundestag sind auch nur 31 Prozent der Abgeordneten weiblich. Für uns alle – ob in Bayern oder im Bund – bleibt die Aufgabe, dass die Frage nach dem Frauenanteil in der Politik irgendwann überflüssig wird. Als Landtagspräsidentin ist mir das ein großes Anliegen und einer meiner Arbeitsschwerpunkte.

Dr. Claudia Lücking-Michel

ZdK-Vizepräsidentin

Erst 100 Jahre ist es her, dass engagierte Frauen für sich und für uns das Frauenwahlrecht erkämpft haben. Chapeau! Und Dankeschön! Schon 100 Jahre ist es her  und von gleichberechtigter Teilhabe sind wir immer noch weit entfernt. Jetzt sind wir dran! Nachdem wir den Hut gezogen haben, sollten wir vielleicht mal die Ärmel hochkrempeln.

Katharina Landgraf, MdB und Yvonne Magwas, MdB

Heute ist es selbstverständlich, dass Frauen aktiv unsere Gesellschaft mitgestalten. Vor 100 Jahren war es das nicht! Deshalb danken wir unseren engagierten, mutigen Vorkämpferinnen. Ihr Mut hat uns den Weg geebnet. Sie haben uns das Fundament geschaffen, auf dem wir heute stehen und bauen. Wir ziehen den Hut!

Dr. Maria Flachsbarth, MdB

Präsidentin des KDFB

„Ich ziehe meinen Hut vor den vielen mutigen Frauen, die es möglich gemacht haben, dass meine Vorgängerinnen vor 100 Jahren erstmals in die Nationalversammlung einziehen konnten.“

Dr. Franziska Giffey

Bundesministerin für Familie, Soziales, Frauen und Jugend

„Das Frauenwahlrecht ist ein Meilenstein in der Geschichte der Demokratie und es war der erste Schritt zur Gleichberechtigung. Mutige Frauen, aber auch einige kluge Männer haben gegen viele Widerstände angekämpft. Das sind Vorbilder auch heute noch: Denn wir haben zwar schon viel erreicht, aber es bleibt auch noch einiges zu tun. Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist nicht nur eine Frage von Recht und Gerechtigkeit, sondern auch von einer modernen und zeitgemäßen Gesellschaft.“ (Foto: BMFSFJ)

Prof. Monika Grütters, MdB

Staatministerin für Kultur und Medien

„Gleichberechtigung und Chancengerechtigkeit sind Errungenschaften, für die es sich auch heute zu streiten und zu kämpfen lohnt … und es wäre doch gelacht, wenn die Erfolgsgeschichte weiblicher Emanzipation sich nicht auch für Kultur und Medien weiter erzählen ließe!“

Annette Widmann-Mauz, MdB

Staatsministerin

„Ich ziehe meinen Hut vor den Frauen, die 1918 das Frauenwahlrecht erkämpft haben. Frauen des Katholischen Frauenbundes wie Hedwig Dransfeld und Helene Weber gehörten der Nationalversammlung 1919 an. Mit Stolz blicken wir auf dieses Erbe. Es ist für uns Auftrag, Demokratie umfassend zu verwirklichen – für Frauen und Manner.“

Rita Hagl-Kehl, MdB

Parl. Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz:

„Ich ziehe meinen Hut! Vor unseren Müttern und Großmüttern, die die Rechte für Frauen, von denen wir heute noch
profitieren, erkämpft haben. Gleichzeitig gibt es noch viel für die tatsächliche Gleichberechtigung zu tun – dafür müssen wir uns alle einsetzen!“

Ingrid Fischbach

ehemalige KDFB-Präsidentin

„Wer heute als Frau politisch aktiv ist, weiß zu gut, was unsere Frauen vor 100 Jahren geleistet haben! Hut ab vor ihrem Mut, ihrer Kraft, ihrer Ausdauer und ihrem Selbstvertrauen!“

Karin Kortmann

ZdK-Vizepräsidentin

„Die Erkämpfung des Frauenwahlrechts war vor 100 Jahren eine Revolution. Für die gleichberechtigte Vertretung von Frauen in allen Parlamenten zu sorgen, ist die Aufgabe der heutigen Generationen.“

Elisabeth Motschmann, MdB

 

„Hut ab vor den Frauen, die das Frauenwahlrecht erkämpft haben. Ärmel hochgekrempelt, um weiter für die Gleichberechtigung zu arbeiten.“

Annette Schavan

Bundesministerin a.D. und ehemalige KDFB-Vizepräsidentin

„Frauen haben das Frauenwahlrecht erstritten. Frauen haben dafür gesorgt, dass die Gleichstellung ins Grundgesetz kam. Diese Frauen haben sich nicht beirren lassen; sie setzten sich durch. Sie schufen 1919 und 1949 Durchbrüche, die die politische Kultur tiefgreifend verändert haben. Vor diesen Frauen ziehe ich den Hut.“

Marianne Schieder, MdB

 

„Als Abgeordnete der SPD bin ich sehr stolz darauf, dass es die deutsche Sozialdemokratie war, die für die Frauen das Wahlrecht durchgesetzt hat. Auf geht’s, die Politik braucht mehr Frauen!“

Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB

„Ich ziehe den Hut vor den Frauen, die für uns das Wahlrecht vor 100 Jahren erstritten haben. Was für uns heute selbstverständlich ist, musste mit viel Mut und Überzeugungskraft erkämpft werden. Das verpflichtet uns, an voller Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen weiterzuarbeiten.“

Ihr Foto mit Hut als Statement

Lassen Sie sich mit Hut fotografieren – allein oder mit anderen Frauen – und laden Sie Ihr Foto hier hoch, um Teil unserer digitalen Fotowand zu werden. Erinnern Sie auf diese Weise an die Frauen von damals und stärken Sie jene, die sich heute politisch für eine demokratische, lebenswerte Gesellschaft engagieren. Auch historische Fotos verschiedener Politikerinnen von damals sind Teil der Fotowand.


Tragen Sie Hut am 19. Januar 2019, dem 100. Jahrestag der ersten deutschen Wahl mit Frauenbeteiligung 

 

 

 

Die Stimmrechtsaktivistinnen sind auf die Straßen gegangen, um ihr Ziel „Gleichberechtigung“ zu erreichen. Die Aktionsformen reichten von Demonstrationen und Spaziergängen bis hin zu Kutschfahrten. Gehen auch Sie am Samstag, dem 19. Januar 2019, mit Hut auf die Straße – um einzukaufen, zu flanieren, zu demonstrieren.

Am Jubiläumstag soll das Tragen des Hutes ein Bekenntnis zu Demokratie und Frauenrechten sein. Entwickeln Sie gerne kreative Ideen für einen solchen „Hatwalk“ oder andere öffentliche Aktionen am 19. Januar!

Wichtig: Bitte teilen Sie uns Ihre Veranstaltungen mit, damit wir sie auf dieser Homepage bekannt machen können: senden sie eine E-Mail an ulrike.gerdiken(at)frauenbund.de. So machen wir unser Engagement als Frauenbund sichtbar und zeigen, dass wir auf vielfältige Weise für Demokratie und Frauenrechte einstehen.

Sie können Ihre Veranstaltung außerdem auf www.100-jahre-frauenwahlrecht.de eintragen und bekannt machen.


Je mehr wir sind, desto auffälliger!

Laden Sie möglichst viele Frauen ein, sich an der Fotowand oder einem „Hatwalk“ zu beteiligen – persönlich, per E-Mail oder Kurznachricht, auf Facebook (@frauenbund.de), Instagram (@KDFB_Bund) oder Twitter (ebenfalls @KDFB_Bund)! Teilen Sie Fotos, Aktionsideen und Eindrücke über Ihre social-media-Kanäle.

Eine Nachricht verbreitet sich in den sozialen Netzwerken am schnellsten, wenn sie geteilt und geliked wird. Nutzen Sie darum Ihre Accounts bei Facebook, Twitter und Instagram. Teilen, liken und retweeten Sie den zentralen Post in den KDFB-Accounts und taggen Sie uns. Klicken Sie bei dem Veranstaltungshinweis auf „interessiert“ oder „teilnehmen“. Laden Sie dabei Ihre Freundinnen, Freunde und Follower ein, es Ihnen gleich zu tun und machen Sie unsere Aktion auf diese Weise weltweit bekannt.

Und: nutzen Sie „Hashtags“ – Sie kennen diese kleinen Zeichen #, die man unter vielen Nachrichten findet. Die Hashtags sorgen dafür, dass eine Nachricht in den sozialen Medien schnell gefunden wird. Schreiben Sie darum unter jede Nachricht, die Sie im Zusammenhang mit www.wir-ziehen-den-hut.de verbreiten, immer die drei Hashtags

#wirziehendenhut

#frauenwählen            

#bewegen

Je öfter diese Hashtags mit unsere Aktion in Verbindung stehen, desto schneller finden uns die Menschen. Also nutzen Sie die #Hashtags.


Ideen für Sie:

Hier finden Sie einige Ideen, wie Sie die digitale Fotowand bekannt machen und Ihre eigene Aktion zum 19. Januar 2019 umsetzen können:

  • Organisieren Sie ein Fotoshooting. Fotografieren Sie sich gegenseitig mit Ihren Smartphones oder Tablets. So kann jede Frau ihr Foto direkt über ihr eigenes Gerät hochladen.
  • Gibt es ein Hutgeschäft in Ihrem Ort? Vielleicht hat es Lust, mit Ihnen gemeinsam ein Fotoshooting zu veranstalten. Es könnte z.B. jeder Kundin anbieten, direkt nach dem Hutkauf an der Aktion teilzunehmen.
  • Gibt es in Ihrem Ort Veranstaltungen zu 100 Jahren Frauenwahlrecht? Bringen Sie sich ein und richten Sie eine Fotoecke ein, in der sich Frauen, die teilnehmen, mit Hut fotografieren lassen können.
  • Organisieren Sie gemeinsam mit anderen Frauengruppen vor Ort am 19. Januar 2019 einen „Hatwalk“ und ziehen Sie sichtbar und hörbar mit vielen behüteten Frauen durch die Straßen.